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Mar 9, 2012

Album review - by Musik und Theater (Zurich)

A review of Blechacz's CD Debussy Szymanowski, written by Werner Pfister for Musik und Theater (Zurich).
The author concludes, "I would say, for me it is the piano recording of the year. And probably even beyond".



"..... Der da Debussy (und dann auch Szymanowski) spielt, klingt im der Tat wie der legendäre ABM.  Oder wie Krystian Zimerman.  Mit kristalklarem, gewichtigem klang, der sozusagen keinen Erdenrest mehr den Unvollkommenheiten des instruments schuldet, sondern eine Welt für sich wird, eine imaginäre Architektur aus tönenden Räumen und Farben und Perspektiven.  Die pianistisch und künstlerisch gleichermassen ausgefeilte Überlegenheit von Rafal Blechacz’ Spiel, die urplötzlich in virtuose Aggressivität umschlagen kann (L’Isle joyeuse), sein luzid analytisches Klangbewusstsein und überhaupt seine (in Sachen Szymanowski durchaus wortwörtlich zu verstehende) <<muttersprachliche>> Vertrautheit mit dieser Musik lassen hier nur von einem Meilenstein, von einer Referenzaufnahme, sprechen.

Ernst und konzentriert formt er die <<Estampes>>: hellhörig und sensitive trifft er die bei Debussy immer wieder eklatante Einheit von reiner Struktur und ihrer so vielschichtigen klanglichen Materialisierung.  Jedes Motiv, jede Phase, jeder Aufschwung, jedes rhythmische Fühlen erhält seine individuelle Zeichnung: So und nicht anders.  Seitmasse, klangfarbliche Ausgestaltung und gewichtende Zuordnung von einzelnen Stimmverläufen bestätigen Takt für Takt – und Werk für Werk – die singular Meisterhand dieses jungen Pianisten.
Mit szymanowskis früher c-Moll=Sonate ging Rafal Blechaz unlängst auf Konzerttournee, stellte sie im vergangenen November auch in Zürich vor, und wer dabei war, konnte – um abermals Jurgen Otten zu zitieren - <<garnicht anders, als in arkadischen Gefilden zu schweben>>.  Seelenzauber auch hier.  Ein hoch emotionales pianistisches Kraftwerk, ein jugendlich-genialer, überschwänglicher Viersätzer, der in einer monyumentalen dreistimmigen Fuge Kulminiert, und dies in einem Klangspektrum, das nur bei Skrabin seinesgleichen findet.  Spätestens hier ist auch die vorbildliche Aufnahmetechnik zu loben, welche die sehr frei ausschwingende Dynamik dieser grossartigen Musik mit optimaler Präsenz abzubilden vermag und es gleichzeitig an Klarheit und Transparenz nirgends fehlen last.  Hätte das Jahr nicht soeben erst begonnen, so würde ich sagen; Für mich die Klavieraufnahme des Jahres.  Und vermutlich sogar darüber hinaus."

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Another nice review written by an audience member of the recital at Conservatorio "G. Verdi", Milan, on March 6. 
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